Die 5 Säulen der Kosmetik

Von der aktiven und passiven Kosmetik

Aktive oder passive Kosmetik?

Die »klassische Kosmetik« pflegt und schützt die Haut. Sie verzögert, wenn sie gut angewendet wird, die Entwicklung von Hautalterungserscheinungen. Diese Art der Behandlung ist ein wunderbares Verwöhnprogramm für Haut und Seele. Alles ist gut. Wir können sagen, dass diese »klassische Kosmetik« mehr passiv wirkt. In der üblichen Kosmetik, die mehr auf Reinigung und Pflege setzt, scheint der Fokus im Verkauf von Heimpflege mehr auf Produkte, wie Reinigung und Standardpflege zu liegen. Der Verkauf von hochwertigen Anti-Aging-Produkten oder ganzen Pflegesystemen findet viel zu selten statt.

Vor runden 20 Jahren kam die erste Mikrodermabrasion in Deutschland auf den Markt. Die Idee war und ist es immer noch, die oberste Hautschicht von nicht mehr benötigten Hautzellen bzw. Haut- oder Hornschüppchen, die veraltet und abgestorben sind, zu befreien. Einige Kosmetikerinnen fanden diese Art der Behandlung gut, viele andere schimpften wie die Rohrspatzen auf die Methode, mittels »Sandstrahl im Gesicht« die Haut zu verletzen.

Mittlerweile hat sich nicht nur die Mikrodermabrasion durchgesetzt, sondern sie ist vielmehr zum Standard bei jeder Spezialistin für Kosmetik geworden. Mehr noch: Mit der Abtragung der obersten Hautschicht bzw. Hautschüppchen wurde auch der natürliche Hautschutz – die Hautschutzbarriere – durchlässiger. Und das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass durch kleinere Läsionen der Haut nicht nur die Wundheilung mit der Stabilisierung des Kollagenfasernetzes aktiviert wurde, sondern auch ganz praktisch Wirksubstanzen durch die Mikroläsionen in die Haut oder genauer noch an die Hautzelle gebracht werden konnten. Obwohl dies niemand so offiziell ausgesprochen hat, können wir dieses Einbringen von Wirkstoffen in die Haut mittels minimalinvasiver Methode als die Geburtsstunde der »aktiven Kosmetik« beschreiben. Dadurch, dass wir nunmehr in der Lage sind, Wirkstoffe an der Hautschutzbarriere vorbei an die Zellen zu bringen, können wir nicht nur die Haut erhalten, sondern aktiv die Zellerneuerung anstoßen und einiges mehr.

Fachbereich apparative Kosmetik

Apparative Kosmetik ist nicht mehr wegzudenken!

Der neue Fachbereich der apparativen Kosmetik entwickelte sich in den letzten Jahren auch hier in Deutschland dramatisch. Und im Wesen geht es bei den allermeisten Geräten um die Einschleusung von Wirkstoffen und/oder die Zuführung kinetischer Energie (Schwingungen) oder Energetisierung durch die Zuführung von schwacher elektrischer Energie oder über Lichtenergie.

Warum wird dies alles gemacht? Weil, wie wir eben schon erläuterten, die klassische Kosmetik mit ihren Möglichkeiten an ihre Grenzen gestoßen ist. Die Hinzunahme von apparativen Möglichkeiten zeigt in aller Regel sofortige, sichtbare Veränderungen der Haut und lassen unsere Wirksubstanzen wesentlich leichter durch die Hautschutzbarriere ins Gewebe bzw. an die Hautzellen bringen.

In einer großangelegten Studie des Meinungsforschungsinstitutes TNS-Infratest wurden über tausend Kundinnen, die regelmäßig zur Kosmetikerin gehen, im Jahr 2014 befragt, was ihre wichtigsten Erwartungen an die Behandlungen und an die Kosmetikerin sind. Hierbei kam heraus, dass die deutsche Kundin sehr gut informiert über die Möglichkeiten der apparativen Kosmetik ist. Sehr häufig suchen Kunden nach Begriffen in den Suchmaschinen im Internet, wie Mikrodermabrasion, Microneedling, Ultraschall und andere mehr. Und der Clou kommt zum Schluss der Befragung: Die Kunden sind bereit, mehr für diese apparative Dienstleistung zu zahlen. Vorausgesetzt, es wirkt!

Ihre Kunden wollen deutlich mehr Anti-Aging und apparative Kosmetik! Angesichts einer so deutlichen Aussage dieser Studie muss jedem Beteiligten klar sein, dass der Rückzug auf eine tradierte, klassische Kosmetik keinen Sinn ergeben kann. Kunden erwarten heute sehr viel mehr Wirkung, mehr Technik und deutlich sichtbare Ergebnisse. Am besten sofort.